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Von SAP Access Control 12.0 auf SAP GRC for SAP HANA
Die reguläre Wartung von SAP Access Control 12.0 endet nach aktuellem Stand am 31.12.2027, erweiterte Wartung gibt es bis 2030. Der Nachfolger heißt SAP GRC for SAP HANA, und der Weg dorthin folgt ein paar Regeln, die Ihren Zeitplan bestimmen.
Was sich technisch ändert
- Neue Basis. Standalone läuft das Produkt auf SAP S/4HANA Foundation 2025, embedded auf SAP S/4HANA 2025.
- Neues Produkt statt neuer Version. Die Hauptkomponente wechselt von GRCFND_A auf SAPGRC. Die ABAP-Artefakte von Access Control 12.0 werden deinstalliert, das neue Produkt wird installiert. Daten und Konfiguration bleiben laut Upgrade-Anleitung erhalten.
- Neue Plug-ins. Aus GRCPINW wird GRCPIBAS, aus GRCPIERP wird GRCPIS4.
- Ein einziger Vorgang. Deinstallation, Update der Basis und Installation des neuen Produkts müssen im selben Maintenance-Planner-Vorgang geplant werden.
- Startrelease. Der direkte Weg setzt Access Control 12.0 oder Access Control 12.0 for S/4HANA voraus.
- Szenario. Die Anleitung deckt standalone nach standalone und embedded nach embedded ab. Wer dabei das Szenario wechseln will, plant ein anderes Projekt.
Die Regel, die den Zeitplan bestimmt
Die Plug-ins sind nur in eine Richtung kompatibel: Ein neueres zentrales GRC-System kann Systeme mit alten Plug-ins verwalten. Umgekehrt geht es nicht.
Praktisch heißt das: erst das zentrale GRC-System, dann die angebundenen Systeme. Solange Ihr produktives GRC noch auf 12.0 läuft, darf kein angebundenes System die neuen Plug-ins bekommen, sonst verliert das alte GRC dieses System.
Parallel statt alles auf einmal
Besonders wenn gleichzeitig SAP IdM abgelöst wird, lohnt ein paralleler Strang, in dem der Bestand produktiv bleibt:
- Entwicklungssystem kopieren und die Kopie konvertieren. Sie wird zur Bauumgebung. Alles Neue sammelt sich dort in Transporten.
- Testsystem konvertieren. Ab jetzt empfängt es die Transporte aus dem neuen Strang. Der alte Strang hat damit keine Teststufe mehr. Das bedeutet Change-Freeze und eine Liste für alles, was in beiden Welten gepflegt werden muss, etwa Regelwerk und Workflows.
- Produktivsystem konvertieren. Im selben Fenster endet eine bestehende IdM-Anbindung. Das alte Entwicklungssystem wird stillgelegt.
- Plug-ins ausrollen. Erst jetzt folgen die angebundenen Systeme.
Das ist einer von mehreren möglichen Wegen. Welcher passt, hängt von Ihrer Landschaft und vom Änderungsdruck in den nächsten Monaten ab.
Und die Alternativen?
SAP bietet Access Control auch eingebettet in SAP S/4HANA an, und mit SAP Cloud Identity Access Governance gibt es eine Cloud-Variante. Beides ist ein eigenes Projekt und kein Upgrade im Sinne der Anleitung oben. Der Vergleich lohnt, bevor der Zeitplan steht.
Was wir beitragen
Wir betreuen SAP GRC Access Control von der Konfiguration bis zum eigenen ABAP-Code. Bei einem Wechsel gehen wir mit Ihnen Landschaft, Eigenentwicklungen und Workflows durch und planen die Reihenfolge so, dass der Betrieb weiterläuft.
Sie planen den Wechsel? Schildern Sie uns kurz Ihre Landschaft. Sie sprechen direkt mit dem Inhaber.
info@libossek-it-consulting.de 0157 55 84 2086Stand: Oktober 2026. Technische Angaben nach SAP Help Portal, „Upgrade Information for SAP GRC Access Control for SAP HANA“, Version 1.0 SP01. Maßgeblich sind die aktuellen SAP-Hinweise und Ihr Wartungsvertrag.
